Toto "Africa"
Ein Keyboard, eine verrückte Wette und ein Song, an den kaum jemand glaubte: So wurde „Africa“ zum größten Hit von Toto.
Ein Keyboard, eine verrückte Wette und ein Song, an den kaum jemand glaubte: So wurde „Africa“ zum größten Hit von Toto.
Dieses Mal geht es um einen Song, der angeblich gar nicht richtig zu Toto passte – und trotzdem zum größten Hit der Band wurde.
„Africa“ klingt heute wie Toto pur, war in der Band aber erst ein Außenseitersong. Wie der Song ein Hit wurde und warum der Gitarrist nackt über den Hollywood Boulevard rennen wollte, hört ihr in dieser Folge.
Jahr: 1982
Länge: 4:17
Album: Toto IV
Label: CBS
Anfang 1981 schrieb David Paich beim Experimentieren mit seinem neuen Synthesizer, einem Yamaha CS-80, beinahe zufällig den Refrain von „Africa“. Die Melodie und die Zeile „I bless the rains down in Africa“ kamen ihm nach eigener Aussage wie von selbst. Für Paich war der Song etwas Besonderes – doch seine Bandkollegen reagierten zunächst zurückhaltend. Sie fanden, dass „Africa“ nicht wie ein typischer Toto-Song klang. Gitarrist Steve Lukather fragte, warum eine Band aus Los Angeles überhaupt über Afrika singen sollte. Tatsächlich beruhte der Text nicht auf eigenen Reisen, sondern auf Fernsehbildern, Dokumentationen, Schulunterricht und Erzählungen von Missionaren.
Erst Schlagzeuger Jeff Porcaro erkannte das Potenzial des Songs. Inspiriert von Eindrücken afrikanischer Musiker, die er als Kind auf der Weltausstellung gesehen hatte, entwickelte er einen komplexen Rhythmus mit Percussion, Congas, Kuhglocken und Loops. Dadurch erhielt „Africa“ seinen unverwechselbaren Klang.
Ich war wohl 11, als mich meine Eltern auf die Weltausstellung in New York mitnahmen. Im afrikanischen Pavillon sah ich traditionelle afrikanische Musiker. Die Drummer haben mich zutiefst beeindruckt.
Nach dem Entwickeln der Drums und dem Übernehmen von David Paich der ersten Gesangsparts, überzeugte das Ergebnis langsam doch die ganze Band. Trotzdem blieb Steve Lukather skeptisch und scherzte: „Wenn das ein Hit wird, renne ich nackt den Hollywood Boulevard runter“.
Genau dazu kam es zwar nie, doch der Song entwickelte sich zur einzigen Nummer-eins-Single von Toto in den USA und zählt heute zu den erfolgreichsten und meistgestreamten Songs der 80er. Sogar der Künstler Max Siedentopf widmete dem Titel später eine Kunstinstallation in der Namib Desert, in der „Africa“ mithilfe von Solarenergie dauerhaft abgespielt werden soll.
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Zu fast jedem großen Hit der 80s gibt es eine Geschichte. Und wenn jemand diese Stories kennt, dann Peter Illmann. Im Podcast erzählt er die spannendsten, unglaublichsten und schönsten Geschichten zu den 80s-Hits, die ihr liebt. Jede Woche gibt´s eine neue Folge - viel Spaß!
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