"Das Boot"-Schauspieler Ralf Richter ist tot
Der Schauspieler starb zwei Tage vor dem 45. Jahrestag der Münchner Uraufführung seines ersten Kinofilms. Die Rolle als Zentralemaat Frenssen brachte ihm 1981 den Durchbruch beim breiten Publikum.
Der Schauspieler starb zwei Tage vor dem 45. Jahrestag der Münchner Uraufführung seines ersten Kinofilms. Die Rolle als Zentralemaat Frenssen brachte ihm 1981 den Durchbruch beim breiten Publikum.
Ein eigenes Radio für die besten 80s Hits auf Deutsch. Jetzt hier 80s80s DEUTSCH einschalten!
Der deutsche Schauspieler und Musiker Ralf Richter ist in der Nacht zum 15. September 2026 im Alter von 69 Jahren gestorben. Seine Kinder Aline und Maxwell Richter teilten den Tod ihres Vaters öffentlich mit. In ihrem Statement schrieben sie, für die Familie sei „gerade eine Welt stehen geblieben“. Am 17. September jährt sich die Münchner Uraufführung von „Das Boot“ zum 45. Mal. Für Ralf Richter war der Film von Regisseur Wolfgang Petersen das Debüt im Kino und der Durchbruch beim breiten Publikum.
Ralf Richter wurde am 17. August 1957 in Essen geboren und wuchs mit sieben Geschwistern in Bochum auf. Nach der Schule machte er zunächst eine Schreinerlehre. Später besuchte er zwei Jahre die Westfälische Schauspielschule Bochum, beendete die Ausbildung dort aber nicht.
Erste Bühnenauftritte folgten an der Freien Volksbühne Berlin und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Im Fernsehen war er vor seinem Kinodebüt bereits in Nebenrollen im „Tatort“ sowie in der Serie „Tour de Ruhr“ zu sehen.
Sein erster Kinofilm wurde „Das Boot“. Regisseur Wolfgang Petersen besetzte Ralf Richter als Zentralemaat Frenssen. Die Kinofassung wurde am 17. September 1981 in München uraufgeführt und lief einen Tag später in den bundesdeutschen Kinos an.
Das Kriegsdrama spielt im Zweiten Weltkrieg und schildert die Erlebnisse der Besatzung eines deutschen Unterseeboots. Der Film basiert auf einem Roman des Schriftstellers Lothar Günther Buchheim. International war die Produktion erfolgreich und erhielt sechs Oscar Nominierungen.
Für Ralf Richter bedeutete die Rolle den Durchbruch als Filmschauspieler. Zu den weiteren Darstellern gehörten Jürgen Prochnow als Kommandant, Herbert Grönemeyer als Leutnant Werner und Jan Fedder als Bootsmannsmaat Pilgrim.
Insgesamt wirkte Ralf Richter in mehr als 160 Film- & Fernsehproduktionen mit. Zu seinen bekannten Kinorollen gehörten „Abwärts“, „Die Katze“, „Superstau“, „Der Eisbär“, „Fußball ist unser Leben“, „Was nicht passt, wird passend gemacht“ und „Vorstadtkrokodile“.
Im Fernsehen war er unter anderem in „Rote Erde“, „Ein Fall für zwei“, „Alarm für Cobra 11“ und weiteren „Tatort“ Folgen zu sehen. Häufig verkörperte er Figuren aus dem Ruhrgebiet oder harte Charaktere. Über solche Rollen sagte er selbst: „interessant sind die Kaputten“. Einen weiteren großen Erfolg hatte Ralf Richter 1999 als Kalle Grabowski in „Bang Boom Bang“.
Er arbeitete als Sprecher in Hörspielen und als Synchronsprecher. 2006 veröffentlichte er als Musiker das Album „One Heart“. Neben der Schauspielerei betrieb er mehrere Restaurants. In den letzten Jahren trat er unter anderem in Einspielern für „Die ultimative Chartshow“ auf und übernahm 2024 in „Die Passion“ die Rolle des Barabbas.
Ralf Richter starb in der Nacht zum 15. September 2026 im Alter von 69 Jahren in Köln.
Seine Kinder Aline und Maxwell Richter bedankten sich öffentlich bei den Fans für die Zuneigung und Wertschätzung der vergangenen Jahre. Sie erklärten, ihr Vater sei für viele Menschen ein bekanntes Gesicht gewesen, für sie aber vor allem ihr Vater. Sohn Maxwell hatte ebenfalls den Schauspielberuf ergriffen.
Stimme für Deine 5 Favoriten und schicke so Deine Lieblingssongs zurück ins Radio.
Das Ergebnis aller Votings hörst Du ab sofort jeden Sonntag von 12 bis 15 Uhr im 80s80s Countdown – auf 80s80s Real 80s Radio.