Beverly Hills Cop wird 40 – Ein Hoch auf den Kultfilm
Vierzig Jahre, eine Menge Blechschäden und ein Soundtrack, den jeder kennt – Beverly Hills Cop ist mehr als nur ein Film. Wir haben einige Fakten die Ihr wohl noch nicht kennt.
Vierzig Jahre, eine Menge Blechschäden und ein Soundtrack, den jeder kennt – Beverly Hills Cop ist mehr als nur ein Film. Wir haben einige Fakten die Ihr wohl noch nicht kennt.
Welche überraschenden Fakten stecken hinter seinem Erfolg? Vor genau 40 Jahren, am 5. Dezember 1984, kam "Beverly Hills Cop" in die amerikanischen Kinos. Die Actionkomödie mit Eddie Murphy als schlagfertigem und charmanten Detroit-Detective Axel Foley wurde nicht nur ein gigantischer Kinoerfolg, sondern auch zum Kultfilm einer ganzen Generation. In Deutschland folgte der Kinostart am 3. April 1985 – und genau das feiern wir heute!
Am 3. April 1985 kam "Beverly Hills Cop – Ich lös´ den Fall" in jedem Fall auch in die westdeutschen Kinos und löste auch hier einen Run auf die Lichtspielhäuser aus. Selbst die DDR ließ es sich nicht nehmen, den erfolgreichen Streifen über die witzigen Polizisten des amerikanischen Klassenfeindes in ihre Kinos zu bringen. Allerdings kamen ostdeutsche Kino-Besucher erst 1987 in den Genuss, die Action-Komödie auf der Leinwand zu sehen.
Zeitgleich mit dem Film kam auch der Soundtrack des deutschen Komponisten Harold Faltermeyer auf den Markt. Das Instrumentalstück "Axel F", das sich von der Hauptfigur des Films Axel Foley ableitet, wurde schnell ein Hit. Im Sommer 1985 kletterte der Song bis auf Platz 2 der deutschen Charts – nur 19 von Paul Hardcastle verhinderte eine Nummer 1. Auch in anderen großen Musikmärkten der Welt wurde "Axel F" ein Top-Hit. Noch heute kennt ihn jedes Kind, vielleicht auch durch die 90er-Variante von Crazy Frog. Neben "Axel F" wurden durch den Film auch "New Attitude" von Patti LaBelle, "Neutron Dance" von den Pointer Sisters und vor allem "The Heat Is On" von Glenn Frey zu großen Hits.
Wie wichtig Musik in Filmen ist, merken wir schon beim Gedanken an viele Blockbuster der 80er – wie zum Beispiel "Eye of the Tiger" aus "Rocky" oder "Don’t You (Forget About Me)" von den Simple Minds aus "Breakfast Club". Doch dann gibt es eine Melodie, die wirklich jeder erkennt: "Axel F" von Harold Faltermeyer.
Die Entstehungsgeschichte dieses Songs war jedoch alles andere als einfach. Harold Faltermeyer, 1952 in München geboren, begann als Musikstudent und Arrangeur in Giorgio Moroders Musicland Studios. Dort arbeitete er an Songs wie "Hot Stuff" von Donna Summer mit. Später wagte er den Sprung nach Hollywood, wo er die Musik für "Didi – Der Doppelgänger" komponierte – seine erste Filmmusik.
Dann kam die große Chance: "Beverly Hills Cop". Doch die Produzenten wussten nicht, welchen Sound sie genau wollten – nur, dass es kein klassischer Komödien-Soundtrack sein sollte. Harold Faltermeyer schrieb eine Melodie nach der anderen, doch nichts schien zu passen. Der Druck wuchs – und er wusste, dass er gefeuert werden könnte, wenn er nicht bald den richtigen Sound lieferte.
In einer Nacht setzte er sich erneut mit dem Film auseinander, beobachtete Eddie Murphys Bewegungen, seine Sprüche – und plötzlich machte es Klick. Er spielte eine Melodie auf dem Synthesizer, nahm sie auf und legte sie über eine Szene. Als er den Song dem Regisseur vorspielte, erntete er zunächst nur ratlose Blicke. Doch nach einer weiteren Szene wurde klar: Das ist es! "Axel F" war geboren.
Seit 40 Jahren folgen die "Beverly Hills Cop"-Filme dem gleichen Muster: Alle drei bisherigen Teile (1984, 1987, 1994) beginnen mit einem Fall in Detroit, der für den weiteren Verlauf keine Rolle spielt. Axel Foley beobachtet zufällig ein Verbrechen, es gibt eine Verfolgungsjagd mit maximalem Blechschaden, dann reist er nach Los Angeles. Dort stellt er die Bösewichte mit seinem unorthodoxen Verhalten und ohne Durchsuchungsbeschluss. Nach 40 Jahren wollte der Streamingdienst auch einen Teil vom Kuchen. Letzten Sommer ist die Fortsetzung "Beverly Hills Cop: Axel F" auf Netflix erschienen.
Lange war unklar, ob es eine Fortsetzung geben würde. 2015 bezeichnete Eddie Murphy den dritten Teil als "Müll" und erklärte, er würde nur einen vierten Film drehen, wenn die Story überzeugend sei. Die Herausforderung: In den 80ern konnte Axel Foley noch als frecher Underdog das reiche Beverly Hills aufmischen. Heute, in einer Welt, die sensibler mit Diskriminierung und gesellschaftlichen Fragen umgeht, wäre das schwieriger. Eddie Murphy spielt Foley nun als Figur, die sich weiterentwickelt hat.
In einer Szene erklärt er, dass er eine Therapie gemacht habe – eine humorvolle Anspielung. Statt über Klischees zu stolpern, nutzt der Film das Thema Race bewusst für humorvolle Konfrontationen, wie etwa eine Szene bei einem Eishockeyspiel, in der Axel Foley seinen weißen Kollegen bewusst in eine unangenehme Diskussion verwickelt. Natürlich gibt es auch diesmal wieder Verfolgungsjagden – darunter eine, die mit einem Elektrofahrzeug beginnt, aber schnell in einen klassischen Crash mit einem riesigen Schneepflug mündet. Axel Foley bleibt sich treu: große Klappe, wilder Einsatz und ein Gespür für Ärger.
"Beverly Hills Cop" war mehr als nur ein riesiger Kassenerfolg – er hat die Art, wie Hollywood Action und Comedy kombiniert, für immer verändert. Vor diesem Film gab es zwar Action-Komödien, doch keine hatte die perfekte Mischung aus Tempo, Witz und einem Soundtrack, der sich in die DNA der Popkultur einbrennen würde.
Eddie Murphy brachte eine neue Art von Filmheld auf die Leinwand: einen schwarzen Hauptdarsteller, der sich mit Charme, Witz und Cleverness gegen eine elitäre Welt behauptet. Das war für das damalige Hollywood revolutionär. Der Film bewies, dass Komödien auch Action und Thriller-Elemente enthalten können, ohne an Spannung zu verlieren.
Ohne "Beverly Hills Cop" hätte es viele spätere Klassiker wie "Lethal Weapon" oder "Rush Hour" vielleicht nie gegeben. Zudem zeigte er, wie wichtig Filmmusik für das Kinoerlebnis ist – ein Score konnte nicht nur eine Szene untermalen, sondern selbst zum kulturellen Phänomen werden. Auch vier Jahrzehnte später funktioniert "Beverly Hills Cop" noch – weil er nicht nur eine Momentaufnahme der 80er ist, sondern das Fundament für ein ganzes Genre gelegt hat. Wer also wissen will, warum das moderne Action-Kino so aussieht, wie es aussieht, muss diesen Film gesehen haben.
Stimme für Deine 5 Favoriten und schicke so Deine Lieblingssongs zurück ins Radio.
Das Ergebnis aller Votings hörst Du ab sofort jeden Sonntag von 12 bis 15 Uhr im 80s80s Countdown – auf 80s80s Real 80s Radio.